Holzvergaser
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ID: 6254   |  Autor: Oldtimer Ankauf Online   |   veröffentlicht am: 29.11.2020   |   Hits: 216
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Holzvergaser


Holzvergaser sind Brennkessel, die aus Holz brennbares Gas erzeugen, dass zum Antrieb von Fahrzeugen und Maschinen verwendet wurde.

Besonders in Kriegszeiten und Zeiten der Geld- und Hungersnot, in welchem Treibstoff Mangelware war, wurden Fahrzeuge in den allermeisten Fällen in Eigeninitiative mit einem improvisierten Holzvergaser ausgestattet.

Selbst die Deutsche Reichsbahn machte die Probe aufs Exempel unter Verwendung von Holzvergasern an Rangierlokomotiven der Baureihe Köf II in den 30´ern und 40´ern.

Die Holzvergaser sollten also Holzgas produzieren, um die Verbrennungsmotoren von Kraftfahrzeugen anzutreiben. Die Generatoren wurden außen an die Karosserie angebracht oder als Anhänger mitgeführt. In Liechtenstein im Schaanwald existiert ein Privatmuseum mit rund 70 Holzgas-Fahrzeugen.

Diese reichen vom Motorrad bis zur Zugmaschine. Alle Oldtimer sind fahrtüchtig und werden in regelmäßigen Abständen mithilfe von Abfällen einer Möbelfabrik als Brennstoff bewegt.

Holzgas wurde vor allem dazu verwendet, Verbrennungsmotoren von Kraftfahrzeugen zu betreiben. Die Generatoren waren meist außen an der Karosserie angebaut oder wurden als Anhänger mitgeführt. Die technische Anlage, also der Holzvergaser, wurde mit Brennholz befüllt und funktionierte als Festbrettvergaser. Durch Erhitzen entwich aus dem Holz das brennbare Gasgemisch.

Ende des Zweiten Weltkriegs gab es in Deutschland rund 500.000 Generatorgaswagen oder auch Holzgaswagen genannt. In der Sowjetunion wurden mit Holzvergasern ausgestattete Lastwagen in großer Menge produziert. Vor allem die Modelle ZIS-21, der auf dem ZIS-5 basierte, sowie der GAZ-42, von dem zwischen 1939 und 1946 rund 35.000 Stück produziert wurden. Der Grund war, dass im hohen Norden der Sowjetunion die Treibstoffversorgung in den 30ern und 40ern noch nicht gesichert war.

Bis in die frühe Zeit der 1950er Jahren waren in Deutschland mit Sonderführerschein sehr viele Kleinlastwagen im Einsatz, für die nur geprüfte Buchenholzscheite genutzt werden durften. Ein Liter Benzin konnte durch 3 kg Holz ersetzt werden.

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